FURCHT UND ELEND DES III. REICHES
von Bertolt Brecht
unter Verwendung von Passagen aus Das Dritte Reich des Traums von Charlotte Beradt
Freitag, 20. Februar um 19:30 Uhr
Ruhrfestspielhaus, Saal Kassiopeia, Otto-Burrmeister-Allee 1, 45657 Recklinghausen

Bertolt Brecht schreibt die Szenenfolge über den Alltag im nationalsozialistischen Deutschland 1934 bis 1938 im dänischen Exil. In kurzen und längeren Episoden schildert der Theaterautor in Furcht und Elend des III. Reiches eindringlich, was in seinem Heimatland geschieht. Entstanden ist eine zeitlose Studie, wie Gewalt und Terror eines faschistischen Systems ihre Wirkung zeigen und den Alltag einer Gesellschaft bis in seine kleinsten Poren durchsetzen.
Zu erleben ist ein Klima der Angst und der Denunziation, das auch vor der Familie nicht haltmacht. Der Ort: Arbeiter- und Bürgerwohnungen. Zu sehen sind: „die gesten des verstummens, sich umblickens, erschreckens usw. die gestik unter der diktatur“ (Brecht, Arbeitsjournal). Schrecken und Groteske liegen in dem Stück dicht beieinander: Eltern fürchten, von ihrem Kind bespitzelt zu werden, und ein Seelsorger balanciert zwischen Heiliger Schrift und nationalsozialistischer Staatsideologie.
Die Inszenierung von Theater Gegendruck verwendet Texte von Charlotte Beradt. Die in Berlin geborene Journalistin floh 1939 nach England und 1942 weiter nach New York. Sie sammelte Träume, die zwischen 1933 und 1939 in Deutschland geträumt wurden, und befragte dazu Menschen aus ihrer Umgebung. Fünfzig solcher von der Diktatur geprägter Träume hat sie 1966 in ihrem Buch „Das Dritte Reich des Traums“ veröffentlicht.
Eine Produktion von Theater Gegendruck
mit: Andrea Ahmann, Marie Jendrusch, Heinrich Knopp, Peter Meister, Hendrik Neukäter, Louisa Werner, Carina Wildt
Regie: Johannes Thorbecke
Szenografie: Erich Füllgrabe
Kostüme: Regine Thorbecke
Bühnenmusik: Moritz Thorbecke
Licht: Klaus Kotsch
Soufflage: Gerda Rohde
Bühnenrechte: Suhrkamp Verlag Berlin
Veranstalter: Institut für Kulturarbeit der Stadt Recklinghausen
Eintritt: 12 € / 8 € (erm.)
Vorverkauf: Attatroll Buchladen, RZ-Servcicecenter, Tourist Information
sowie www.kultur-kommt-ticket.de

