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Was heißt hier „wir“?

Die Sprache bringt es an den Tag

Im Rahmen des Festivals Frühlingserwachen!

Sonntag, 19. April um 17:00 Uhr

Theater im Atelierhaus, Königstraße 49a, 45663 Recklinghausen

Fotos: Matthias Schilling

In seinen Aufzeichnungen „LTI. Notizbuch eines Philologen“ untersuchte der jüdische Sprachwissenschaftler Victor Klemperer, wie das Nazi-Regime mit Hilfe der Sprache die Gehirne der Bevölkerung vergiftete „durch die Einzelworte, die Redewendungen, die Satzformen, die er ihr in millionenfachen Wiederholungen aufzwang und die mechanisch und unbewusst übernommen wurden.“

Ausgehend von Klemperers Analyse wird der Blick auf die Gegenwart gelenkt. Auch bei den rechtspopulistischen Parteien in Europa ist die Sprache Mittel zur Verharmlosung einer rassistischen und völkischen Programmatik – angeblich in „unserem“ Namen. Doch was für ein „wir“ wird da überhaupt vorausgesetzt?
Es geht um die verhängnisvolle „Beharrungskraft der Denkschemata und Sprachmuster“, die „die kollektive Identität eines ‚wir‘ erst aus der hasserfüllten Negation des jeweils Anderen erzeugen und stabilisieren.“ (Heinrich Detering)
Dem werden literarische Texte des Miteinander und der Vielfalt gegenübergestellt.
Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Maximiliane Freitag (Gesang) und Susanne Frenzel-Wohlgemuth (Klavier). Sie spielen u.a. Lieder von Bertolt Brecht und Hanns Eisler.

Lesung – Musik – Gespräch
Texte: Victor Klemperer, Heinrich Detering u.a.
Musik: Hanns Eisler u.a.

Ein Projekt des Bürger*innen-Ensembles von Theater Gegendruck
mit:
Andrea Ahmann, Melanie Hippe, Heinrich Knopp, Peter Meister, Norbert Mendla, Elke Rösing-Nowak, Maria Schulte-Greving, Carina Wildt
Live-Musik: Maximiliane Freitag (Gesang), Susanne Frenzel-Wohlgemuth (Klavier)
Textzusammenstellung: Heinrich Knopp, Norbert Mendla, Maria Schulte-Greving
Dramaturgie: Johannes Thorbecke

Eintritt: 10 €

VVK (ab 16.03.2026): Buchhandlungen Attatroll, Kapitel Zwei, Britts Bücherforum
Reservierungen unter: theater-gegendruck@t-online.de