Die nächste Premiere von Theater Gegendruck – DIE ERMITTLUNG von Peter Weiss

Porträt Peter Weiss – Foto: Andrej Reiser
Peter Weiss – Foto: Andrej Reiser

Am Samstag, 24. Oktober 2020, um 19.30 Uhr im Ruhrfestspielhaus zeigt Theater Gegendruck erstmals seine neue Produktion Die Ermittlung von Peter Weiss.

Ein Chor von 14 Schauspielerinnen und Schauspielern – Bürgerinnen und Bürgern aus Recklinghausen und Umgebung und Ensemble-Mitglieder von Theater Gegendruck – bringt in der Regie von Johannes Thorbecke das Oratorium in 11 Gesängen auf die Bühne, das vor genau 55 Jahren gleichzeitig an 15 deutschen Theatern uraufgeführt wurde.

Ausgangspunkt der Ermittlung ist der Frankfurter Auschwitz-Prozess, in dem von 1963 bis 1965 die Verbrechen im Vernichtungslager Auschwitz erstmals vor einem westdeutschen Gericht angeklagt wurden. Peter Weiss schildert in seinem packenden Dokumentar-Stück den Alltag des Lagers und die Schauplätze des Verbrechens und begleitet die Häftlinge von ihrer Ankunft an der Rampe bis zu den Orten ihrer Vernichtung.

Im Rahmen des Projekts ERMITTLUNG/EN.

Veranstaltungsreihe ERMITTLUNG/EN startet am 26. September 2020

Nuran David Calis
Nuran David Calis – Foto: Costa Belibasakis

Ein Abend mit Nuran David Calis

Die Veranstaltung wird verschoben.

Im September startet das von Theater Gegendruck initiierte Veranstaltungs-Projekt ERMITTLUNG/EN, das vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert wird.

Zum Auftakt ist am Samstag, 26. September 2020, 19.30 Uhr, der renommierte Autor und Regisseur Nuran David Calis mit dem Thema ERMITTLUNGEN. Dokumentartheater heute im Theater im Bürgerhaus Süd zu Gast.

Im Gespräch wird er über seine Arbeit und ihren Bezug zum Dokumentartheater von Peter Weiss berichten und geplante Projekte vorstellen.

Zu sehen sind Ausschnitte aus der Filmdokumentation über die Entstehung des Stücks DIE LÜCKE. Ein Stück Keupstraße am Schauspiel Köln.

Erfolgreiche Achternbusch-Premiere: DER STIEFEL UND SEIN SOCKEN im Ruhrfestspielhaus

Herbert Achternbusch
Herbert Achternbusch – Foto: Barbara Gass

Nachdem die Premiere im Atelierhaus im April 2020 verschoben werden musste, konnte Theater Gegendruck Anfang September seine neue Produktion des Stücks DER STIEFEL UND SEIN SOCKEN von Herbert Achternbusch auf der Hinterbühne des Ruhrfestspielhauses herausbringen. Die Vorstellung bei coronabedingt reduzierter Platzzahl war ausverkauft. Das Publikum feierte die Mitwirkenden mit langem Applaus.

Aus der Besprechung der Recklinghäuser Zeitung:

Die Protagonisten Fanny und Herbert sind symbiotisch vereint wie eben ein ‚Stiefel mit seinem Socken‘ – und das sorgte für viel Leichtigkeit auf der Hinterbühne des Ruhrfestpielhauses, wo Kathrin Bialluch und Johannes Thorbecke in herrlich befreitem Spiel diese Figuren zum Leben erwecken.

Stefan Pieper in: RZ, 5.9.20