Premiere der neuen Gegendruck-Produktion: 
„Die Ermittlung“ von Peter Weiss beeindruckt Publikum und Presse

Am 24. Oktober 20 hatte die Neuinszenierung des Stücks Die Ermittlung von Peter Weiss erfolgreiche Premiere auf der Hinterbühne des Ruhrfestspielhauses Recklinghausen.
Das Publikum war von der Aufführung in der Regie von Johannes Thorbecke nachhaltig beeindruckt. Bürgerinnen und Bürger aus Recklinghausen und Umgebung standen bei der Produktion im Rahmen des Projekts ERMITTLUNGEN  mit  Ensemble-Mitgliedern von Theater Gegendruck gemeinsam auf der Bühne: fast auf den Tag 55 Jahre nach der Uraufführung des Stücks, die im Herbst 1965 an 15 deutschen Theatern stattfand.
Ausgangspunkt der Ermittlung ist der Frankfurter Auschwitz-Prozess, in dem von 1963 bis 1965 die Verbrechen im Vernichtungslager Auschwitz erstmals vor einem westdeutschen Gericht angeklagt wurden. Peter Weiss schildert in seinem packenden Dokumentar-Stück den Alltag des Lagers und die Schauplätze des Verbrechens und begleitet die Häftlinge von ihrer Ankunft an der Rampe bis zu den Orten ihrer Vernichtung.
Die Neuinszenierung der Ermittlung ist ein Appell zur Wachsamkeit im Hier und Jetzt“ schrieb die Recklinghäuser Zeitung vom 26.10.20 zur Premiere.

Nachdem die für November vorgesehenen Aufführungen der Ermittlung pandemiebedingt nicht stattfinden können, hoffen wir, die ausgefallenen Termine im Januar 2021 nachholen zu können. Näheres demnächst auf dieser Seite. 

Erfolgreiche Achternbusch-Premiere: DER STIEFEL UND SEIN SOCKEN im Ruhrfestspielhaus

Herbert Achternbusch
Herbert Achternbusch – Foto: Barbara Gass

Nachdem die Premiere im Atelierhaus im April 2020 verschoben werden musste, konnte Theater Gegendruck Anfang September seine neue Produktion des Stücks DER STIEFEL UND SEIN SOCKEN von Herbert Achternbusch auf der Hinterbühne des Ruhrfestspielhauses herausbringen. Die Vorstellung bei coronabedingt reduzierter Platzzahl war ausverkauft. Das Publikum feierte die Mitwirkenden mit langem Applaus.

Aus der Besprechung der Recklinghäuser Zeitung:

Die Protagonisten Fanny und Herbert sind symbiotisch vereint wie eben ein ‚Stiefel mit seinem Socken‘ – und das sorgte für viel Leichtigkeit auf der Hinterbühne des Ruhrfestpielhauses, wo Kathrin Bialluch und Johannes Thorbecke in herrlich befreitem Spiel diese Figuren zum Leben erwecken.

Stefan Pieper in: RZ, 5.9.20